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SEKA Journal Nr. 23, Dezember 2012

Eine Familie engagiert sich für SEKA

Anne Kolkmann
Anne Kolkmann

Anne Kolkmann ist langjährige engagierte SEKA-Unterstützerin. Seit Jahren organisieren sie und ihre Familie mit ihrem Chor ‚Gospel People’ Benefizkonzerte zugunsten des Projekts SEKA. Für das Jubiläums-Journal schreibt sie, warum sie SEKA unterstützt.

Zu meinem Engagement für SEKA bin ich gekommen wie die „Jungfrau zum Kinde”: Meine Familie in Münster hat noch zu Zeiten des Jugoslawienkrieges einen Transporter für die Ärztin Monika Hauser zu einer fahrbaren gynäkologischen Praxis umgebaut, mit der diese ins Kriegsgebiet gefahren ist und die Frauen medizinisch versorgte.

Über sie und Medica habe ich 1998 SEKA kennengelernt und bin seit dieser Zeit Förderfrau.

1997 machten Gabriele Müller und Mirjana Bilan das Unmögliche möglich: Mit der Hilfe vieler Unterstützerinnen und Unterstützer aus dem Hamburger Raum und im Verbund mit vier kroatischen Frauenorganisationen eröffneten sie ein Erholungs-Therapie- und Bildungszentrum für Frauen und Kinder aus Ex-Jugoslawien: Kuca SEKA.

Sie hatten eine Vision: Sie wollten einen Ort schaffen, wohin Frauen und Kinder aus der gesamten Balkanregion kommen können, ungeachtet ihrer Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Sie sollten sich erholen dürfen, Kraft tanken. Sie sollten eine Möglichkeit bekommen ihre traumatischen Kriegserlebnisse therapeutisch zu bearbeiten. Es sollte ein Ort der Begegnung und der Versöhnung sein.

Und sie haben es geschafft. Das SEKA Haus ist zu so einem Ort geworden. Nun schon seit vielen, vielen Jahren. Zunächst in Kroatien und nun bereits fünf Jahre lang in Bosnien.

Im Mai 2003 habe ich das SEKA Projekt in Kroatien zum ersten Mal besucht. Die Herzlichkeit und warme Atmosphäre im Haus hat mich sehr beeindruckt. Die SEKA-Frauen haben mich restlos begeistert. Es sind großartige Frauen, die mit viel Liebe und Zuwendung kompetente Arbeit leisten, die ich sehr gerne von Deutschland aus unterstütze.

Nach meinem Besuch in Kroatien konnte ich auch andere Menschen für SEKA begeistern. Mit einigen interessierten Frauen habe ich in Wesel eine Unterstützerinnengruppe gegründet, nach dem Beispiel der Hamburger Stammtischfrauen.

Viele Jahre lang haben wir Sach- und Geldspenden gesammelt und zu SEKA geschickt und Informationsabende veranstaltet.

Die Gruppe hat sich mittlerweile aufgelöst, aber zu unseren Benefizkonzerten, die wir mit den Gospel People in Wesel regelmäßig alle zwei Jahre veranstalten, finden sich immer viele HelferInnen. Nur mit Hilfe der vielen langjährigen UnterstützerInnen ist es möglich, eine so große Veranstaltung zu stemmen.

Ich habe das Projekt noch zwei Mal besucht, davon einmal mit meiner gesamten Familie, die meine Arbeit für SEKA immer mitgetragen hat. Es war sehr schön, dass mein Mann und meine Kinder Kuca SEKA mit seinen Mitarbeiterinnen auch persönlich kennen gelernt haben. Es hat dazu geführt, dass sie - so wie ich - mit ganzem Herzen hinter ihrem ehrenamtlichen Engagement stehen.

Im Laufe der vielen Jahre hat sich SEKA weiterentwickelt und verschiedene Arbeitsbereiche ausgeweitet. Was geblieben ist, ist die warmherzige Offenheit und große Fachkompetenz mit denen die Mitarbeiterinnen den Menschen begegnen. Ich wünsche dem gesamten Team weiterhin viel Kraft eine erfolgreiche und befriedigende Arbeit.

Wesel, 30.08.2012
Anne Kolkmann

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