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"Glauben Sir mir, es ist der richtige Ort ..."

Die Kolleginnen des SEKA-Teams Gorazde stellen sich vor:

Gabriele Müller Gabriele Müller,geb. 1955 in Biberach, Diplompädagogin, Psychodrama-Therapeutin, Trainerin; langjährige Erfahrung in der Arbeit mit traumatisierten Frauen und Kindern, (trauma-) therapeutische Arbeit, Supervision und Fortbildungen während des Krieges in Bosnien-Herzegowina und Kroatien mit Mitarbeiterinnen von Frauenprojekten, Mitbegründerin des Vereins SEKA Hamburg e.V. und des Projekts SEKA auf Brac. 10 Jahre fachliche Projektleitung des SEKA-Projekts auf Brac. Gabriele Müller hat auch in Kuca SEKA Gorazde die fachliche Projektleitung und ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins "Frauenvereinigung SEKA Gorazde", darüber hinaus auch weiterhin eine der drei Vorstandsfrauen von SEKA Hamburg e.V.

Arbeitsbereiche: Psychologisch-pädagogische Projektleitung, Programmorganisation, Fortbildungen, Therapeutische Arbeit, Supervision, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit (insbesondere in Deutschland).

"Seit ich denken kann, habe ich mich gegen Nationalismus/Rassismus und Gewalt gegen Frauen und Kinder engagiert. Die Idee zum Projekt SEKA entstand für mich durch meine Arbeit im Krieg in Bosnien-Herzegowina. Ich wollte diesem gewalttätigen Wahnsinn etwas Positives entgegensetzen, vielleicht so etwas wie eine Vision, die wir aber schon jetzt leben können. Ein sicherer, schöner Ort, der Stärkung und Ermutigung für all die Frauen und Kinder bietet, die Gewalt und die Schrecken des Krieges erlebt haben, aber auch für die Mitarbeiterinnen, die sich unermüdlich für die Opfer der Gewalt und für eine friedliche und gerechte Welt einsetzen. (...)

Mit dem Projekt auf Brac ist uns das 10 Jahre lang in ganz besonderer Weise gelungen ... Und wenn ich nun unser Projekt hier in Gorazde anschaue, dann bin ich sehr glücklich, dass wir es geschafft haben, diese Vision hierher zu bringen, an einen Ort (mittendrin im ehemaligen Kriegsgebiet), der so etwas, glaube ich, ganz besonders dringend braucht ... Glücklich bin ich auch, wenn ich unser kleines sehr engagiertes Team sehe ... und wenn ich erlebe, wie sehr sich die Menschen in Gorazde auf SEKA freuen."

Esma DrkendaEsma Drkenda, geb. 1964 in Gorazde, vor dem Krieg: Maschinenbau-Technikerin, während des Krieges als einzige Frau Soldatin an der vordersten Front zur Verteidigung Gorazdes; nach dem Krieg: Studium der politischen Wissenschaften, Bereich Sicherheit und Verteidigung; Offizierin in der bosnischen Armee bis zu ihrer Pensionierung 2007; Computer-Fachfrau; Mitbegründerin des Veteranen-Klubs "Svjetlost Drina"; maßgebliche Mitbegründerin der Frauenvereinigung 'SEKA' Gorazde und deren Vorsitzende; Projektkoordinatorin

Arbeitsbereiche: Repräsentation des Vereins und Projekts SEKA nach außen; Koordination; Kommunikation und Vernetzung; Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising in der Region; Logistik und vielerlei andere Tätigkeiten, die technisches oder handwerkliches Geschick erfordern.

Esma Drkenda kam mehrere Jahre lang zur therapeutischen Einzelarbeit ins SEKA-Haus auf Brac.

"Kuca SEKA auf Brac ist seit dem Jahr 2002 so etwas wie 'mein zweites Zuhause' geworden, ein Ort, wo ein neues Kapitel meines Lebens begonnen hat, ein Ort wo ich gelernt habe, mit meinen Kriegserfahrungen weiter zu leben; wo ich die Kraft gefunden habe, meine schwere Krankheit zu überwinden; mein 'Platz unter der Sonne', mein 'sicherer Ort', der Ort wo ich Aufmerksamkeit, Liebe, Wertschätzung und all das bekommen habe, was ein Mensch braucht, um 'einen neuen Morgen in sich zu entdecken'.

Ich könnte darüber noch lange schreiben, denn meinen Weg der Heilung hat mir SEKA Brac ermöglicht, meine Therapeutin Gabi und das ganze Team. Wenn es diese therapeutische Arbeit, diese Unterstützung durch sie nicht gegeben hätte, dann wäre ich heute wahrscheinlich nicht mehr am Leben. Die Art der therapeutischen Arbeit, aber auch die menschliche Haltung, haben mir geholfen mir bewusst zu werden, wer und was ich bin. Als Frau, die dreieinhalb Jahre an der vordersten Front zur Verteidigung Gorazdes gekämpft hat, trage ich mit mir Erfahrungen, Erinnerungen, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie im Leben erleben muss...

Ich stehe noch heute hinter dieser Entscheidung; sie war eine unwillkürliche Reaktion, auf das was geschah, meine instinktive Entscheidung, mich selbst und andere zu verteidigen. Und dennoch habe ich durch den Krieg ein negatives Bild meiner selbst bekommen - ich war nicht stolz auf mich selbst und auf all dies Dinge, die sich im Krieg ereignet haben. Wer keinen Krieg überlebt hat, kann das vielleicht schwer verstehen.

Im SEKA-Haus auf Brac habe ich dann Wertschätzung und Respekt erfahren, für das, was ich erlebt hatte; es ist mir - durch die fachliche Unterstützung meiner Therapeutin - gelungen, meine Geschichte, meinen Schmerz, mit dem ich gekommen war, und das Trauma, mit dem ich gelebt habe, zu überwinden. Heute bin ich mir all dessen bewusst, was hinter mir liegt, und oft frage ich mich: Ist das wirklich möglich, dass ich heute fast normal lebe?! Es ist nicht möglich, den Krieg zu vergessen, aber jetzt weiß ich, dass es möglich ist, dass du dir der eigenen schwachen und starken Seiten bewusst wirst, dass du dein Verhalten in bestimmten Situationen besser verstehen und dich so akzeptieren kannst, wie du bist. Und dann wieder zu fühlen beginnst, zu lieben, wieder den Duft der Blumen wahrzunehmen, den Geschmack des Essens - und nach vielen Jahren laufen dir wieder Tränen übers Gesicht...

Meine persönlichen Erfahrungen haben mich dann motiviert, den Verein SEKA hier in Gorazde mitzugründen, - und mein Wunsch, dass die Menschen in Gorazde durch das Projekt SEKA ihre Chance bekommen - auf ein besseres Heute und ein besseres Morgen.

Dazu möchte ich mit meinem Engagement beitragen. Die Blumen, die SEKA Brac für mich und viele Hunderte Frauen und Kinder 'gesät' hat, haben mir ermöglicht, dass ich wachse und mich meines Lebens wieder freuen kann und des Lebens der Menschen um mich. Nun möchte ich zusammen mit meinen Kolleginnen solche Blumen für andere Menschen säen - für Gorazde...

Während des Krieges in Bosnien-Herzegowina von 1992 bis 1995 hat Gorazde unter fortgesetzter Belagerung gelebt. Das bedeutete ständige Granatierung, der Beschuss durch Heckenschützen, die Ermordung vieler Menschen, tausende Flüchtlinge aus den umliegenden Orten, schwere Hungersnot, das Gefühl, dass wir von allen vergessen sind; der Kampf ums nackte Überleben ... Und gleich nach der Unterschrift unter das Abkommen von Dayton begann ein neuer Kampf - um die Existenz ...

Zu Anfang waren wir uns gar nicht bewusst, was wir in unseren Seelen tragen, aber von Tag zu Tag werden wir der Folgen des Krieges mehr gewahr. Viele Menschen sind ohne Arbeit. Dies verstärkt noch ihr Gefühl der Verzweiflung und Aussichtslosigkeit. Die Folge ist neben anderem Alkoholismus und Gewalt - gerade auch innerhalb der Familie. Kriegstraumatisierte Veteranen übertragen ihre psychischen Probleme auf ihre Frauen und Kinder.

In Gorazde gibt es keine angemessene psychologische Hilfe; die Gesundheitsbehörde hat kaum Fachpersonal; zudem fällt es den Menschen noch immer schwer, zum Psychiater zu gehen, da sie die Reaktion ihrer Umgebung fürchten (z.B. für 'verrückt' erklärt zu werden.) Aber selbst, wenn sie dort Hilfe suchen, endet das damit, dass sie Beruhigungsmittel verschrieben bekommen. Deshalb ist die Eröffnung des Projekts SEKA hier von großer Bedeutung: weil den Menschen in Gorazde zum ersten Mal psychotherapeutische Hilfe geboten wird, auf eine Art und Weise, die sie annehmen können, und darüber hinaus Fortbildung für das Fachpersonal der Gesundheitsdienste und sozialen Institutionen.

Ich bin sehr froh, auf welche Weise SEKA hier aufgenommen wird: Während wir die neuen Räume renoviert haben, erfuhren wir von einer ganzen Reihe von Menschen Unterstützung. Viele sind interessiert an unserer Arbeit. Die sozialen Gesundheits-Institutionen betrachten SEKA als ihnen gleichwertig und sind an einer Zusammenarbeit sehr interessiert. Das alles erfüllt ich mit Stolz und Glück, denn ich weiß, dass das, was wir anbieten wollen, dieser Stadt und ihren Menschen mehr als notwendig ist.

Sehr wichtig ist mir auch unser Team und die Mitfrauen unseres Vereins. Alle sind hoch motiviert und jede trägt auf ihre Weise zum Gelingen des Projekts bei...

Zum Schluss möchte ich allen Menschen in Deutschland danken, die SEKA unterstützen und diese Aufgabe Gabi und uns allen übertragen haben. SEKA wird seinen Weg in Gorazde fortsetzen - und glauben Sie mir, es ist der richtige Ort!"

Vera Dacic Vera Dacic, geb. 1955 in Javorje, Montenegro, kam als Kind mit der Familie nach Gorazde, wo sie heiratete und viele Jahre im Groß- und Einzelhandel und als Filialleiterin tätig war. Sie ist Mutter zweier erwachsener Töchter, mit denen sie während des Krieges nach München floh. Nach dem Krieg kehrte sie wieder nach Gorazde zurück, wo sie sich ehrenamtlich in der Frauenorganisation "Anima" engagierte. Sie nahm an einer Therapiegruppe und verschiedenen Seminaren im SEKA-Haus auf Brac teil. Seit 2004 unterstützte sie das SEKA-Team Brac wochenweise. Nun ist sie eine der Teamfrauen in Gorazde.

Arbeitsbereiche: Administration, Hausorganisation, Kommunikation, Programmorganisation, Betreuung von Gruppen

"Das erste Mal habe ich 1999 von SEKA gehört - über Freundinnen. Und nachdem dann im Sommer 2002 eine Gruppe Frauen und Kinder aus Gorazde im SEKA-Haus auf Brac waren, hörte ich ihre begeisterten Erzählungen, wie viel Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Liebe, Verständnis und Freude sie im SEKA-Haus erlebt hatten. ... Ich hatte dann das Glück, 2003 an einer der Therapiegruppen in SEKA teilzunehmen und dann 2004 und 2005 an dem Fortbildungszyklus für psychosoziale Helferinnen...

Die Schrecken des Krieges hatten auch meine eigene Familie nicht verschont. Diese Zeit und all die furchtbaren Vorkommnisse hatten mich meines Selbstwertgefühls, meines Vertrauens und meiner Selbstachtung beraubt. Ich hatte mich in einem inneren Kerker verschlossen, aus dem ich nicht mehr heraus konnte und wollte... Durch die therapeutische Arbeit in SEKA habe ich zum ersten Mal mir selbst Aufmerksamkeit geschenkt, habe wieder positive Energie bekommen, meine Kreativität gespürt, angefangen, mich selbst wieder wertzuschätzen ... Ich habe begonnen, mir meiner Bedürfnisse bewusst zu werden und für mich zu sorgen ...

Nachdem ich in SEKA soviel bekommen hatte, verspürte ich den Wunsch, dies nicht nur für mich selbst zu behalten, sondern es auch an andere weiterzugeben. Ich war glücklich, als sich die Gelegenheit ergab, in Kuca SEKA auf Brac mitzuarbeiten ... Es ist ein wundervolles Gefühl, das Wissen, die Fähigkeiten, die Freude, Wertschätzung, das Verständnis, die Wärme und Liebe, die ich bekommen habe, an andere Frauen und Kinder weiterzugeben ... In Kuca SEKA, in meiner Umgebung oder wo auch immer. Kuca SEKA ist eine Oase für die Seele - für alle, die da kommen...

Ich freue mich sehr, dass ich diese Arbeit nun in meiner eigenen Stadt fortsetzen kann, denn die Menschen hier haben so viele Jahre voller schrecklicher und tragischer Geschehnisse überlebt. SEKA wird durch sein Programm vielen Frauen und Kindern helfen können, die Kriegstraumata oder auch Gewalt in der Familie erlebt haben.

Ich möchte mich bei all denen bedanken, die durch ihre Spenden diese Arbeit möglich machen: Liebe Freundinnen und Freunde von SEKA in Deutschland, es ist ein wunderbares Gefühl, wenn wieder Frieden in die Seele einkehrt, wenn wir wieder zu wachsen beginnen, das Gefühl sich selbst anzunehmen und wertzuschätzen und mit Freude den nächsten Morgen zu erwarten - das ermöglichen Sie vielen Menschen durch Ihre Unterstützung für SEKA. "

Senija TabakovicSenija Tabakovic, geb. 1980 in Gorazde, während des Krieges mit ihrer Familie in Gorazde; Studium der Sozialarbeit in Sarajevo, Diplom-Abschluss 2004; Anerkennungsjahr (2005-2006) im Zentrum für Sozialarbeit in Gorazde. Seit Februar 2006 Teilnahme an der Fortbildung "Arbeit mit traumatisierten Menschen auf der Basis der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken" im Rahmen des SEKA-Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit dem Veteranenklub "Svjetlost Drine, Gorazde". Ehrenamtliches Engagement in der sozialen Arbeit mit Kindern und der Drogenprävention. Einige Monate ehrenamtliche Tätigkeit als Sekretärin im Klub "Svjetlost Drine". Seit März 2007 ist Senija Vereinsfrau (Gründungsmitglied) und seit August Mitarbeiterin im Team Kuca SEKA Gorazde.

Arbeitsbereiche: Einzelberatung und Gruppenarbeit mit Frauen, Gruppenarbeit mit Kindern, Psycho-edukative Seminare mit (jungen) Frauen, Vernetzung, Fundraising, lokale Öffentlichkeitsarbeit

"Ich habe zum ersten Mal im Februar 2006 von SEKA gehört - im Rahmen der Fortbildung "Arbeit mit traumatisierten Menschen". Zum ersten Mal war ich in der Situation, dass ich über mich selbst nachdenke ... Durch diese Fortbildung habe ich mein Selbstvertrauen wieder gewonnen, das mir damals ziemlich verloren gegangen war...

Ich hatte die Gelegenheit, mir über vieles bewusst zu werden ... Welcher unendliche Reichtum in uns selbst liegt, ohne dass wir uns dessen bewusst sind ... Diese Erfahrung und der Gedanke, wie vielen anderen Menschen diese besondere Art der Arbeit, die SEKA bietet, helfen könnte, hat mich motiviert, den Verein mitzugründen und bei SEKA mitzuarbeiten.

Ich glaube, dass dieses Projekt für Gorazde hier mehr als nötig ist, nach all dem, was wir während des Krieges, während der vier Jahre Eingeschlossensein hier überleben mussten ... Die Bevölkerung dieser Stadt hat eine Unmenge schwerster traumatischer Ereignisse erlebt, jedoch nach dem Krieg keine Möglichkeit gehabt, diese Erlebnisse zu verarbeiten, denn es gab bis heute keinen Ort, an den die Menschen sich hätten wenden können, um angemessene Hilfe zu bekommen ... Allerdings gab es bisher in unserer eher ländlichen Region auch eine Menge Abwehr gegenüber "psychologischer Hilfe" - wenn ich das bedenke, sind die Reaktionen auf das Projekt, die ich in meiner Umgebung erlebe, erstaunlich positiv.

Obwohl ich ja erst sehr kurze Zeit im SEKA-Team mitarbeite, möchte ich sagen, dass ich mich da sehr wohl fühle. Ich liebe unsere Teamarbeit. Und ich möchte - als Bürgerin von Gorazde - denen danken, die auf die Idee kamen, die Frauenvereinigung "SEKA" in Gorazde zu gründen - besonders Gabi. Die Menschen hier, ganz besonders die Frauen und Kinder, brauchen diese Art der Unterstützung dringend. Ich bin überzeugt, dass viele Frauen und Kinder durch SEKA wieder ihre Lebensfreude zurückgewinnen können."

Amina VranaAmina Vrana, geb. 1979 in Gorazde, mit ihrer Familie während des Krieges in Gorazde; Studium der Pädagogik in Sarajevo; Tätigkeit als Schulpädagogin in einer Grundschule in Gorazde; Erfahrung in der psycho-sozialen Gruppenarbeit mit kriegstraumatisierten Kindern im Rahmen eines Programms des Roten Kreuzes.

Seit März Vereinsfrau (Gründungsmitglied) und seit August Mitarbeiterin von SEKA Gorazde. Arbeitsbereiche: psychosoziale und pädagogische Einzel- und Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen; Einzelberatung und psycho-edukative Gruppenarbeit mit Müttern (Eltern); Seminare und Gruppen für Mädchen (Empowerment); Vernetzung, lokale Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

"Von Kuca SEKA habe ich über Freundinnen gehört und habe dann selbst über das Internet weitere Informationen nachgelesen - über die Ziele und Aufgaben. Es hat mich sofort sehr angesprochen, dass SEKA Frauen und Kindern, die unterschiedliche Formen von Trauma überlebt haben, Hilfe bietet. Ich habe mich spontan zur Mitarbeit entschlossen - und nun bin ich Teil des Teams.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche tiefen Wunden die Kriegsereignisse in den Menschen hinterlassen haben, ob als selbst Betroffene oder als ZeugInnen des Leidens anderer. Es gab keinerlei Möglichkeiten der psychologischen Hilfe ... Und auch heute - 12 Jahre nach Kriegsende - tragen viele Frauen und Kinder noch die Folgen der Kriegsereignisse und damit verbundene Traumata in ihren Seelen.

Deswegen bin ich allen Menschen sehr dankbar, die auf welche Weise auch immer dafür gesorgt haben, dass Gorazde sein "SEKA" bekommt. Schon bei der Eröffnung haben wir gesehen, welch großes Interesse gerade auch die Kinder an diesem Projekt haben. Es macht mich glücklich, wenn ich das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder sehe, weil sie spüren, dass sie mit ihren Problemen nicht mehr alleine sind und dass es einen Ausweg gibt...

Die Reaktionen der Menschen in meiner Umgebung auf das Projekt sind sehr positiv. Die Mehrzahl ist der Meinung, dass ein solches Projekt von außerordentlicher Bedeutung für das Nachkriegs-Gorazde ist: dafür dass viele Frauen und Kinder ihre verborgenen psychischen Verletzungen heilen können und mit neuem Mut ihr Leben fortsetzen können.

Ich selbst fühle mich sehr stolz und voller Freude, dass ich als Mitarbeiterin dazu beitragen kann.

Die Art der Teamarbeit, die Atmosphäre, die Kolleginnen ... all das erfüllt mich mit positiver Energie ... Und ich freue mich auch darüber, dass ich mein fachliches Wissen noch erweitern kann - auf dem Gebiet, das mich am meisten interessiert: die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen."

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