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SEKA Journal Nr. 28, Dezember 2017

Finanzen und Planung

Transparente Zivilgesellschaft

Finanzen 2017-18

SEKA wurde im Jahr 2017 von folgenden Organisationen, Stiftungen und Institutionen gefördert:

Für das Jahr 2018 haben wir wieder einige Anträge gestellt, u.a. wieder bei der Ökumenischen Fraueninitiative Omis, Kroatien, sowie an denKanton Gorazde, außerdem an UN Women. Die Förderung von seiten des Weltgebetstags ist leider mit dem Jahr 2017 vorerst mal beendet (nach 12jähriger Förderung ist dies ja sehr verständlich, aber fehlen wird uns diese Förderung doch sehr!).

2017 waren wir wieder intensiv im Gespräch mit der Kantonsregierung bzgl. einer stärkeren Förderung SEKAs. Aufgrund großer finanzieller Probleme hat der Kanton uns bisher jedoch noch nicht einmal die zugesagten 1.000 KM überwiesen.

Es gibt immer weniger Möglichkeiten für SEKA, Anträge zu stellen, da viele internationale Geldgeber sich aus Bosnien-Herzegowina zurückgezogen haben. Meist ist es auch so, dass wir Anträge eher für zusätzliche Projekte stellen können, dass aber die Geldgeber die regelmäßige therapeutische Arbeit nicht finanzieren wollen.

Für diesen Schwerpunkt der SEKA-Arbeit, der unsere wichtigste Aufgabe in Gorazde ist, sind wir daher (fast) vollkommen auf private Spenden angewiesen. Insbesondere die therapeutisch-pädagogische Arbeit mit Kindern bzw. die Mädchenarbeit müssen wir seit 2015 allein durch private Spenden finanzieren.

Möglichkeiten, SEKA zu unterstützen

Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie SEKA auch weiterhin begleiten und unterstützen:

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin in unserem Engagement für eine friedliche, demokratische und gerechte Gesellschaft in Bosnien-Herzegowina!

Den Jahresabschluss von SEKA Hamburg e.V. für das Jahr 2016 (bzw. im nächsten Jahr den von 2017), die Satzung und den Freistellungsbescheid können Sie auf unserer SEKA-Homepage einsehen; ebenso die Finanzen des Projekts SEKA Gorazde für 2016. SEKA Hamburg e.V. ist im Übrigen Mitglied bei der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ).

SEKA-Programm 2018

Soziogramme als Abschluss des Soziometrischen Tests
Soziogramme als Abschluss des Soziometrischen Tests

Regelmäßige Aktivitäten

Auch im kommenden Jahr wird die (trauma-) therapeutische Arbeit mit der Bevölkerung des Kantons Gorazde, mit Frauen, Kindern und Familien weiterhin den Schwerpunkt unseres Programms ausmachen. Auch die Angebote zu Empowerment von Mädchen und jungen Frauen werden wir weiterführen. Ebenso wollen wir die Frauen aus Dorfgemeinden des Kantons Gorazde auch 2018 mit unterschiedlichen Workshops und den Gorazder Verein der Überlebenden von sexualisierter Gewalt im Krieg weiter beratend, organisatorisch und im Fundraising unterstützen.

Falls wir die finanziellen Mittel sichern können, planen wir außerdem therapeutische Seminare, sowie Fortbildungs- und Supervisionsseminare für Mitarbeiterinnen der Gorazder psycho-sozialen Institutionen, sowie aus ganz Bosnien-Herzegowina.

Ein eigenständiges Leben frei von Gewalt

Einer unserer wichtigsten Schwerpunkte wird auch im nächsten Jahr die Fortsetzung der Arbeit an der Realisierung der ‚Istanbuler Konvention über die Prävention von und den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und Gewalt in der Familie’ auf der lokalen Ebene sein.

Die Studie der Analyse aller bekannten Fälle von familiärer Gewalt der letzten fünf Jahre, die SEKA während des Sommers in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sozialarbeit und der Polizei im Kanton durchgeführt hat (gefördert von medica mondiale Köln), zeigt das erschreckende Ausmaß familiärer Gewalt und den Mangel an Hilfen für betroffene Frauen. Derzeit werden die Daten wissenschaftlich ausgewertet. Die Resultate und deren Analyse werden im November in einer Broschüre veröffentlicht, die wir dann der Öffentlichkeit vorstellen und mit allen beteiligten Institutionen diskutieren werden. In einem nächsten Schritt werden wir gemeinsam Empfehlungen bzw. Forderungen an die Politik formulieren. Deren schrittweise Durchsetzung wird dann die Aufgabe der nächsten Jahre sein. Schon jetzt ist deutlich, dass die den Institutionen angezeigten Fälle von Gewalt nur die ‚Spitze des Eisbergs’ darstellen.

Es muss noch Vieles geschehen, um allen betroffenen Frauen (und Kindern) ein Leben frei von Gewalt zu ermöglichen. Eine Voraussetzung dafür ist die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen. Auch zu dieser Frage wird sich SEKA weiter engagieren, nachdem wir das aktuelle Projekt zum ‚Ökonomischen Empowerment von Frauen’ (Webkurse für Frauen), das wir mit drei weiteren Organisationen durchgeführt haben, erfolgreich abgeschlossen haben.

Esma Drkenda, Gabriele Müller, Mevlida Rovcanin

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