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SEKA Journal Nr. 27, Dezember 2016

Finanzen und Planung

Transparente Zivilgesellschaft

Finanzen 2016

SEKA wurde im Jahr 2016 von folgenden Organisationen, Stiftungen und Institutionen gefördert:

Natürlich haben wir auch in diesem Jahr weitere Anträge gestellt: u.a. wieder bei der Frauenstiftung ‚filia’; bei der Ökumenischen Fraueninitiative Omis, Kroatien; beim bosnisch-herzegowinischen Staatsministerium für Soziales und beim ‚Kanadischen Fonds’; von letzterem bekamen wir leider eine Absage. Auf die übrigen Bescheide warten wir noch.

Im Jahr 2016 bekamen wir insgesamt Zuschüsse in Höhe von ca 37.000 €. Den größten Teil unseres Jahresbudgets von ca. 130 000 € mussten wir auch in diesem Jahr über private Spenden finanzieren.

Ihre Spenden sind daher für SEKA von immenser Bedeutung! Sie alle mit Ihrer - oft langjährigen - Unterstützung sind unser Rückgrat!

Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Begleitung und Ihre Hilfe! Bitte bleiben Sie uns weiter treu!

Unterstützen Sie unser Engagement für eine friedliche, demokratische und gerechte Gesellschaft in Bosnien-Herzegowina!

Den Finanzüberblick der Projektausgaben für das Jahr 2015 (bzw. im nächsten Jahr den von 2016) können Sie auf unserer SEKA-Homepage: www.seka-hh.de einsehen. Dort finden Sie auch den aktuellen Jahresabschluss des Vereins SEKA Hamburg e.V., die Satzung und den Freistellungsbescheid!

SEKA ist im Übrigen Mitglied bei der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ).

SEKA-Programm 2017

‚Unsere LEGO-Stadt’
‚Unsere LEGO-Stadt’

Regelmäßige therapeutische Angebote und Fortbildungen / Supervisionen

Auch im kommenden Jahr wird die (trauma-) therapeutische Arbeit mit der Bevölkerung des Kantons Gorazde weiterhin den Schwerpunkt unseres Programms ausmachen.

Die Fortbildungsreihe ‚Traumatherapie mit der Methode Psychodrama’ für Fachkolleginnen aus unterschiedlichen Städten Bosnien-Herzegowinas werden wir mit zwei weiteren Seminaren und einem fünftägigen Abschlusskolloquium 2017 abschließen.

Falls wir die finanziellen Mittel sichern können, planen wir außerdem Fortbildungs- und Supervisionsseminare für die Mitarbeiterinnen der Gorazder psycho-sozialen Institutionen, da es in diesen Institutionen inzwischen viele junge Kolleginnen gibt, die noch an keiner der SEKA-Fortbildungen teilnehmen konnten.

Perspektiven für ein Leben frei von Gewalt

Bosnien-Herzegowina hat zwar u.a. die Istanbuler ‚Konvention über die Prävention von und den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und Gewalt in der Familie’ unterschrieben und es gibt (auf dem Papier) eine geregelte Prozedur bzgl. des Vorgehens von Institutionen und Organisationen im Falle von Gewalt.

Die Wirklichkeit sieht - insbesondere in ländlichen Bereichen - vollkommen anders aus, in Gorazde zum Beispiel so: Bei der angeblich vorhandenen ‚Schutzwohnung’ handelt es sich um eine desolate völlig ungesicherte und unbetreute Wohnung in einer Obdachlosenunterkunft, die allgemein bekannt ist.

Betroffene Frauen ohne eigenes Einkommen haben nur in den seltensten Fällen die Möglichkeit, eine Sozialwohnung oder - noch seltener - Hilfe zum Lebensunterhalt zu bekommen. Ohne irgendeine Perspektive sind die meisten Frauen gezwungen, wieder in die Gewaltbeziehung zurückzukehren - oder sie entscheiden sich - aufgrund des Mangels an Hilfen - beim Misshandler zu bleiben, wie eine meiner Klientinnen das ausdrückt: „Wieder zu ihm zurückkehren zu müssen, das wäre für mich noch fürchterlicher, als wenn ich gleich dableibe!”

Die strafrechtliche Verfolgung des Misshandlers stellt für die betroffenen Frauen keine Unterstützung dar, so lange sie keine reale Perspektive für ein unabhängiges Leben haben.

Wir haben uns daher entschlossen, (neben der beraterischen und therapeutischen Unterstützung der betroffenen Frauen) eine Kampagne mit dem Ziel der Institutionalisierung adäquater Hilfen (Wohnung, Sozialhilfe, Schaffung von Einnahmequellen) zu initiieren, in die wir alle mit diesem Thema befassten Institutionen und Organisationen des Kantons Gorazde einbeziehen wollen.

Ökonomisches Empowerment für Frauen

Gemeinsam mit zwei Opferorganisationen und dem Gorazder Veteranenprojekt ‚Svjetlost Drine’ haben wir mit einem Projekt zum Ökonomischen Empowerment für Frauen begonnen, die ohne eigenes Einkommen sind und für die es aufgrund unterschiedlicher Faktoren (Alter, Behinderung, Krankheit, Traumatisierung u.a.) keine Möglichkeit einer regulären Beschäftigung gibt. Die UN-Frauenorganisation UN Woman wird das Projekt für ein halbes Jahr finanzieren. Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit, Weben zu lernen, und bekommen nach erfolgreichem Kursabschluss jede einen Tischwebstuhl, den sie in der eigenen Wohnung nutzen können. Gewebt wird nach Vorlagen und Bestellung einer Firma, die international den Verkauf der Produkte auch nach Beendigung des Projekts sicher stellt. Den Frauen wird ein guter Teil des Erlöses garantiert. Das erste Treffen von 25 interessierten Frauen fand vor ein paar Tagen statt.

Projekt: ‚Wir erheben unsere Stimme’

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Projekt ‚Wir erheben unsere Stimme’, planen wir, zunächst weitere Workshops mit den Frauen aus den drei bisherigen Gemeinden. Mittelfristig - wenn wir die Finanzierung sichern können - werden wir das Projekt auf weitere Dörfer ausdehnen.

Esma Drkenda, Gabriele Müller, Mevlida Rovcanin

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