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SEKA Journal Nr. 25, Dezember 2014

Finanzen und Planung

Finanzen 2015

Gruppenarbeit mit Jugendlichen
Gruppenarbeit mit Jugendlichen

Wir freuen uns, dass uns im Jahr 2014 mehrere Anträge, die wir an Stiftungen oder Organisationen gestellt hatten, bewilligt wurden:

Die knapp 56.000 € an in 2015 bewilligten Zuschüssen sind für SEKA natürlich von Bedeutung. Allerdings sind wir - bei einem Budget von ca 140.000 € für 2015 - nach wie vor in erheblichem Maße auf die Unterstützung durch Förderbeiträge und Spenden unserer UnterstützerInnen angewiesen; zumal die Zuschüsse von Stiftungen nur für konkrete Projekte innerhalb eines begrenzten Zeitraums bewilligt werden. Leider hat sich das Spendenaufkommen von SEKA Hamburg e.V. aber in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber den Vorjahren deutlich verringert.

Wir sind uns natürlich bewusst, dass es so viele Brennpunkte in der Welt und gerade jetzt auch in Deutschland gibt.

SEKA ist weit entfernt, der Krieg liegt 20 Jahre zurück ... und dennoch - es braucht noch einen langen Atem zu einem dauerhaften Frieden, zur Heilung der tiefen Wunden und der Entwicklung einer wirklich demokratischen Gesellschaft in Bosnien-Herzegowina. SEKA leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Wir hoffen und wünschen uns, dass Sie, unsere Freundinnen und Freunde und unsere UnterstützerInnen, uns weiter auf diesem Weg begleiten!

Wie Sie uns unterstützen können:

Online:

Detaillierter Finanzüberblick

Den Finanzüberblick für das Jahr 2014 (bzw. im nächsten Jahr den von 2015) können Sie auf dieser Website einsehen oder Sie können ihn mit einem frankierten Rückumschlag im Hamburger Büro anfordern. Außerdem gibt es den Finanzplan für das Jahr 2016.

SEKA-Programm 2016

Kollegin Elma H. in der Gruppenarbeit mit Kindern
Kollegin Elma H. in der Gruppenarbeit mit Kindern

Regelmäßige therapeutische Angebote

Nach wie vor besteht ein großer Bedarf an SEKAs regelmäßigen Therapieangeboten. Die (trauma)therapeutische Einzel- und Gruppenarbeit mit Frauen, Kindern und Jugendlichen (besonders jugendlichen Mädchen) und kriegstraumatisierten Veteranen wird weiter im Zentrum der SEKA-Arbeit stehen. Anfang Oktober haben wir mit einer weiteren Therapiegruppe für Frauen / Überlebende von Gewalt begonnen.

Fortbildungen und Supervisionen

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt werden auch weiterhin die Fortbildungen und die supervisorische Unterstützung von KollegInnen anderer Einrichtungen / Organisationen sein. So werden auch 2016 drei weitere fünftägige Seminare der Fortbildungsreihe ‚Traumatherapie mit der Methode Psychodrama’ stattfinden, sowie eine fünftägiges Supervisionsseminar. Weitere Einzelsupervisionstermine wird SEKA-Leiterin Gabriele Müller auf Nachfrage anbieten. Mit dem Team des Veteranenprojekts und insbesondere den Leitern der Therapiegruppe werden regelmäßige vierteljährliche Termine stattfinden.

Lobbyarbeit, Vernetzung, politisches Engagement und Öffentlichkeitsarbeit

In den letzten Jahren hat sich SEKAs politisches Engagement in Kooperation mit anderen Nicht-Regierungs-Organisationen weiter intensiviert. Dies wird sicher auch für 2016 gelten. Allerdings ist uns wichtig, dass Konferenzen und Vernetzungstreffen nicht zum Selbstzweck werden (s. Artikel von Esma S. 13 - 15), sondern zu wirklichen gesellschaftlichen Veränderungen führen, d.h. zur Entwicklung einer demokratischen, friedlichen und gerechten Gesellschaft.

Pilotprojekt: ‚Wir erheben unsere Stimme’

Im Kanton Gorazde gibt es eine große Anzahl von Dörfern und Weilern, zu denen es kaum öffentliche Verkehrsverbindungen gibt. Wer kein Auto hat, bzw. nicht fahren kann, hat kaum Möglichkeiten, nach Gorazde zu kommen. Dies gilt besonders für die Frauen dort, die zusätzlich durch ihre vielfältigen Verpflichtungen in Haus, Hof und durch die Feldarbeit stark eingebunden und oft sehr überlastet sind. Das traditionelle patriarchale Familiensystem ist in den Dörfern noch in besonderem Maße ausgeprägt. Viele Mädchen und Frauen erleben von Kindheit an Missachtung, Fremdbestimmung, Missbrauch und Gewalt.

Durch das von ‚filia’ geförderte Pilotprojekt planen wir, zunächst in drei ausgewählten Dörfern die Frauen zu Treffen einzuladen, in denen sie über ihre Alltagsprobleme und -nöte sprechen können und sich über ihre Bedürfnisse und Veränderungswünsche bewusst werden können. In mehreren Stufen - und in Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen der Sarajevoer Organisation ‚Recht für alle’ - stellen wir den Frauen rechtliche Informationen zur Verfügung und erarbeiten mit ihnen Forderungen gegenüber den lokalen politischen Gremien. In einem Treffen mit den politisch Verantwortlichen unterstützen wir sie, ihre Forderungen zu vertreten, ‚ihre Stimme zu erheben’. Nach der Auswertung des Pilotprojekts werden wir entscheiden, ob und in welcher Form wir das Projekt weiterführen können.

Esma Drkenda, Gabriele Müller, Mevlida Rovcanin

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