SEKA-Logo

Das Projekt SEKA


Das SEKA-Team

WAS IST SEKA?

Das Frauenfriedensprojekt SEKA (‘Kuca SEKA’ = ‘Haus SEKA’) ist ein Zentrum für Fortbildung, Therapie- und Erholung für Frauen und Kinder in Bosnien-Herzegowina.

Nach 10 Jahren Arbeit auf der kroatischen Adria-Insel Brac (nahe Split) ist das Projekt im Sommer 2007 umgesiedelt in die Kleinstadt Gorazde in Ostbosnien.

SEKA ist 1997 entstanden aus der langjährigen Zusammenarbeit von Hamburger Frauen mit anti-nationalistischen Frauengruppen in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Slowenien während der Kriege nach dem Zerfall Jugoslawiens. Der Name ‘SEKA’ ist abgeleitet vom serbokroatischen Wort ‘seka’ (= geliebte Schwester) und steht für die Frauensolidarität, aus der das Projekt entstanden ist.

Trägerverein des Projekts in Gorazde ist die "Frauenvereinigung ‘SEKA’ Gorazde" ("Udruzenje zena ‘SEKA’ Gorazde"), die eng mit dem Hamburger Verein "SEKA Hamburg e.V." zusammenarbeitet. SEKA Hamburg e.V. kümmert sich seit 1997 maßgeblich um die Finanzierung des Projekts.

WARUM SEKA?

Wie in allen Kriegen waren auch im Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien und dann wieder in Kosova Frauen und Kinder die Hauptopfer.

Besonders Frauen und Mädchen erlitten Vergewaltigungen und andere schwere Verletzungen ihrer physischen und psychischen Integrität. Viele Kinder wurden im Krieg geboren. Ihre ersten Lebensjahre waren bestimmt von Gewalt, Bedrohung und Todesangst ...

Auch 18 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton sind die Auswirkungen der Kriegstraumata auf die Gesundheit und das Alltagsleben der Bevölkerung in den ehemaligen Kriegsgebieten noch immer massiv zu spüren.

Neben einer ökonomischen Perspektive und rechtsstaatlichen Verhältnissen fehlt den Menschen - insbesondere in den ländlichen, vom Krieg und Menschenrechtsverletzungen besonders betroffenen Gebieten - psychotherapeutische und psycho-edukative Hilfe, um ihre schrecklichen Erfahrungen zu überwinden und neuen Lebensmut zu gewinnen.

Die unverarbeiteten Traumata breiter Teile der Bevölkerung wirken zudem destabilisierend und konfliktfördernd auf die gesamte noch immer in die verschiedenen "Entitäten" (Bevölkerungsgruppen) gespaltene Gesellschaft.

DAS BESONDERE AN SEKA:
Der ‘friedenstherapeutische Ansatz’

Um diesen Bedürfnissen und Notwendigkeiten zu begegnen, hat SEKA über die Jahre einen spezifischen friedenstherapeutischen Ansatz entwickelt, der die Wichtigkeit der Überwindung individueller und kollektiver psychischer Traumata, sowie die Bedeutung der Förderung einer "Kultur des Dialogs" zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen betont - als Vorbedingung für die Entwicklung einer demokratischen, gerechten und friedlichen Gesellschaft.

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit - neben der psychotherapeutischen Hilfe für Frauen - ist die therapeutisch-pädagogische Gruppen- und Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die unmittelbar oder transgenerationell traumatisiert sind.

Eine besondere Rolle in der SEKA-Arbeit spielt außerdem die Stärkung von Frauen und Mädchen und die gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Diskriminierung wie auch für andere Formen von Gewalt, sowie die Entlastung und Fortbildung von MultiplikatorInnen / psycho-sozialen Fachkolleginnen und ehrenamtlichen HelferInnen.

‘KUCA SEKA’ BRAC 1997 - 2007

In den 10 Jahren Projektarbeit auf Brac hat SEKA ein dichtes Programm von Angeboten psychologischer Hilfe, Fortbildung und Erholung verwirklicht: sowohl für Kolleginnen und Aktivistinnen aus anderen (Frauen-) Organisationen und Institutionen als auch für kriegstraumatisierte Frauen und Kinder bzw. Überlebende anderer Formen von Gewalt.

Von Juli 1997 bis Juli 2007 haben an den Angeboten im SEKA-Haus auf Brac insgesamt 1638 Frauen und Kinder aus mehr als 150 Organisationen / Institutionen aus Bosnien-Herzegowina (Föderation und Republika Srpska), Kroatien, Slowenien, Serbien, Mazedonien und Albanien teilgenommen.

Seit Februar 2006 hat sich SEKA einer weiteren Herausforderung gestellt:
In Zusammenarbeit mit dem Veteranenklub "Svjetlost Drine" (Gorazde) haben wir innerhalb eines Pilotprojekts in Gorazde begonnen, auch männliche Kollegen und Ehrenamtliche für die psychologische und psychosoziale Arbeit mit kriegstraumatisierten Veteranen fortzubilden.

‘KUCA SEKA’ GORAZDE

Im Herbst 2006 zeigte sich, dass wir die Projektarbeit auf Brac (mit fast ausschließlich stationären Programmen) aus finanziellen und personellen Gründen nicht mehr würden weiterführen können. Da es aber nach wie vor - insbesondere in Bosnien-Herzegowina - einen riesigen Bedarf für die spezifischen Angebote von SEKA gibt, entschlossen wir uns, das SEKA-Projekt nach Bosnien-Herzegowina umzusiedeln.

Gorazde wählten wir aus verschiedenen Gründen als Standort: Zum einen ist die Bevölkerung im Gebiet der ehemaligen "UN-Schutzzone Gorazde" in besonderem Maße kriegstraumatisiert. Gleichzeitig handelt es sich um einen der ärmsten Kantone Bosnien-Herzegowinas mit einer sehr schlechten Infrastruktur und einem gravierenden Mangel an psychosozialer Versorgung.

Durch die Fortbildungen im Rahmen des Pilotprojekts hatte sich SEKA dort einen hervorragenden Ruf erworben, was für den Neustart sehr hilfreich war.

Im März 2007 gründeten wir mit einer Gruppe engagierter und motivierter Frauen aus Gorazde den Verein "Frauenvereinigung ‘SEKA’ Gorazde" als Trägerorganisation für das Projekt ‘Kuca SEKA’ Gorazde.

Mit Hilfe eines großzügigen Darlehens einer unserer Förderinnen konnten wir im Mai ein geeignetes Haus für das Zentrum erwerben. Im Juli zogen wir mit dem Projekt von Brac nach Gorazde um und eröffneten schließlich am 12. September 2007 Kuca SEKA Gorazde feierlich.

Regelmäßige Aktivitäten des Projekts SEKA Gorazde:

Detaillierte und aktuelle Informationen zur aktuellen Projektarbeit und zu der der vergangenen Jahre finden Sie auf unserer Homepage unter ‘aktuelles SEKA-Journal’ und ‘Archiv der SEKA-Journale’.

FINANZEN

Das Projekt SEKA finanziert sich hauptsächlich durch kleine und größere Spenden von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern in ganz Deutschland, die vom deutschen Unterstützungsverein SEKA Hamburg aquiriert werden, sowie durch Zuschüsse von Stiftungen und Organisationen und in sehr geringem Umfang durch Förderung der Stadt und des Kantons Gorazde. Jedes Jahr müssen die Finanzmittel von neuem mühsam gesichert werden.

Unsere Spendenkonten:

SEKA Hamburg e.V.,
GLS Gemeinschaftsbank eG (mit Ökobank)
IBAN: DE70 4306 0967 8027 1168 00, BIC: GENO DEM1 GLS

SEKA Hamburg e.V.,
Hamburger Sparkasse,
IBAN: DE76 200 505 50 1250 120 696, BIC: HASPDEHHXXX

Und noch eine Bitte:
Bitte schreiben Sie Ihre Adresse gut lesbar in das Feld Verwendungszweck des Überweisungsträgers. Leider geschieht es häufig, dass SpenderInnen ihre Adresse nicht oder nur teilweise in dieses Feld schreiben. Wir können Ihnen dann weder danken noch eine Spendenbescheinigung zuschicken.
FörderInnen erhalten eine Spendenbescheinigung über den gesamten Jahresförderbetrag zu Anfang des Folgejahres.
Falls Sie für eine Spende keine Bescheinigung erhalten haben sollten, setzen Sie sich bitte mit dem Hamburger Büro in Verbindung, das jeweils dienstags zwischen 16 und 17:30 Uhr besetzt ist. Oder schicken Sie eine e-mail. Danke.

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Weitere Informationen:

SEKA Hamburg e.V., Friedensallee 7, 22765 Hamburg
Tel. / Fax: 040-399 056 53
e-mail: info@seka-hh.de

Projektadresse:

Kuca SEKA Gorazde, Ul. Ibrahima Popovica 49, 73000 Gorazde, Bosnien-Herzegowina
Tel. / Fax: 00387-38-222 099
e-mail: gorazde@seka-hh.de

Info-Material-Anforderung und Unterstützungsmitteilungen

Pfeil nach oben

Zur Startseite